Rabenstein Herbst 2011

Bibeltext: Jesaja 29, Vers 17-29

Es war ungefähr so wie jetzt, Anfang September, vor 22 Jahren. Für mich hatte gerade das 5. Semester angefangen. 

Aus unserer Partnereinrichtung im Westen, besuchte uns ebenfalls das 5. Semester in Moritzburg.

Die Besuche waren eine Einbahnstraße. Immer kamen die Leute nur von West nach Ost. Der Gegenbesuch – Ost besucht West, war nicht möglich.

Im Sommer dieses Jahres 1989 waren viele Leute über Ungarn in den Westen abgehauen. Danach wurden die Bundesdeutschen Botschaften in einigen Osteuropäischen Hauptstädten von uns Ostdeutschen besetzt. 

Die Leute wollten raus, wollten Veränderungen. Sie wollten die Wende – eine große Wandlung.

Wer hat damals geahnt, was für eine große Sache daraus werden würde? Ich hatte keine Ahnung, wobei ich politisch durchaus interessiert war. 

Anderes Thema:

Ab und zu bringe ich unseren Jüngsten ins Bett,- stimmt´s Valentin?

Stimmt!

Dann helfe ich auch manchmal beim Ausziehen, denn da könnte es etwas schneller gehen.

Auf jedem Fall wende ich die Klamotten um. Beim Umwenden der Klamotten ist plötzlich außen, was zuvor noch innen war. Gerade noch war es einfach nur Schwarz und nun habe ich ein Super CMS-Shirt in den Händen.

Was damals in Osteuropa geschah, war wie das Umwenden eines Shirts. Du fasst an einer Stelle an, ziehst und am Ende ist alles gewendet.

Tatsächlich hat sich seit dem vieles verändert. Die guten Dinge vergisst man sehr schnell und die unerfüllten Erwartungen liegen noch Jahre auf der Seele.

Ich bin froh, dass ich jetzt und hier leben darf. Hätte mir das damals beim Besuch der Studenten aus dem Westen einer gesagt: Das sich das alles innerhalb kürzester Zeit alles verwandeln wird, ich hätte ihn ohne Umschweife, aber mit einem milden Lächeln für nicht zurechnungsfähig erklärt.

Solch einem Propheten hätte ich nicht geglaubt.

Jesaja, war ein Prophet im AT. 

Und, er war es zu einer Zeit, da hätte ich mich nicht danach gedrängelt seinen Job zu übernehmen.

Ständiges Auf und Ab im Lande. Ständige Belagerungen, Kriege. Was er zu sagen hatte war nicht immer nur eine Wohltat für seine Leute. Meist muss er ihnen im Auftrag Gottes, sozusagen einen Spiegel vorhalten. Er wettert also gegen die eigenen Leute, gegen ihr Verhalten, ihren Unglauben. Damit schafft man sich nicht nur Freunde?!

Von Zeit zu Zeit hat er aber auch positive Prophetien zu verkünden. Eine solche ist heute der Predigttext. Hört es euch einmal an. 

Text lesen! Wisst ihr das klingt doch wie die Versprechungen der ersten Händler aus dem Westen, die all die alten Schrottautos von Opa Pölke und von Oma Ölfriede aufgekauft hatten, Autos die zum Teil schon älter waren als die Greifensteine und die nun noch mal verkauft wurden.

Unglaubliche Versprechen gab es da.

Unglaubliche Versprechen auch in den Worten des Jesajas. aus öden Land soll fruchtbares Land werden auf fruchtbarem Land werden Wälder entstehen die Tauben sollen wieder hören, also keine Flugtauben oder Wildtauben, sondern Menschen die nicht hören können, sollen geheilt werden und hören können. Blinde sollen wieder sehen. Arme und Leidende sollen sich freuen können. Die Ungerechtigkeit wird ein Ende haben.

Das klingt doch genau so unglaublich, wie eine Ankündigung der Wende vor 22 Jahren. Und doch gab es sie. Die meisten von uns haben sie erlebt.

Das was Jesaja zu sagen hat, hat er zuerst seinem Volk zu sagen. Man kann fragen, ist davon schon etwas eingetreten?

Vieles was wir so an Obst verzehren, kommt heute aus Israel. Blinde und Taube hat Jesus geheilt. Mit ihm vollzog sich diese Prophetie noch einmal in einer neuen Qualität. Genauso heilte er die Elenden und Ausgestoßenen, Aussätzige, Lebrakranke. In Jesus stellt sich Gott ganz bewusst auch auf die Seite der Armen, der Benachteiligten. Jesus meidet eher die großen Auftritte, die Nähe der Prominenten. Er ist zu Gast bei Zöllnern, Fischern, Hauptmännern. Er stellt sich an die Seite einer Prostituierten. 

Wenn du heute nicht das erste Mal in einen Gottesdienst bist, dann kennst du all diese Geschichten, fragst dich aber: Und, was ist heute?

Wo gibt es das denn noch?

Nun, das gibt es noch. Ich selbst keine ein paar Leute, die jetzt hier auf dem Platz stehen, die solche Dinge erlebt haben. (Günter Gutsche).

Wie damals bei Jesus, hängt sie niemand an die große Glocke. Das ist mir das erste Mal beim Vorbereiten dieser Predigt aufgefallen.

Aber solche Sachen gibt es nicht immer und zu jeder Zeit. Keiner von uns hat irgendwie ungehinderten Zugriff darauf. Noch leben wir nicht im Paradies, im Himmel oder einer perfekten Welt.

Jesus öffnet den Glauben an den Gott der Bibel für alle Menschen. Seit her reden wir vom alten Bund mit dem Volk Israel, der noch immer gilt und immer gelten wird.

Und, es gibt einen neuen Bund, den Jesus mit all den Menschen eingeht, die an ihn glauben. Durch ihn gelten solche Verheißungen wie sie Jesaja macht auch uns.

Es wird eine Zeit kommen in der die Welt wieder so ist, wie sie von Gott ursprünglich gedacht war. Ich weiß, was ich sage klingt völlig bekloppt. Es wird so sein wie es Jesaja sagt: 

Wüsten werden blühen. Blinde, Taube, Lahme und alle Krankheiten werden geheilt sein. 

Es wird Gerechtigkeit herrschen.

– Gott will Heilen und in Ordnung bringen. 

Das will er für einzelne Menschen wie dich, 

für zerstrittene Familien, 

für gottlose Staaten, 

für eine Welt in Unordnung.

Vielleicht fragst du dich: Warum ist das nicht gleich so? Warum lässt Gott Unheil zu?

Weil Gott keiner ist, der sich penetrant in jede Sache einmischt. Er lässt dir Freiheiten, selbst solche die nicht gut für dich und andere sind. Du lebst in Verantwortung vor Gott. Ob du das so willst oder nicht. In dieser Verantwortlichkeit bleibst du ungefragt. Du entscheidest, ob du Gutes oder Böses tust. Das macht nicht Gott für dich. Von den ersten Menschen wird erzählt, dass sie autonom, unabhängig sein wollten. Nun sind wir es. Von Zeit zu Zeit rufen wir nach Gott. Was wir wollen ist aber einen Glücksbringer, einen Rausreißer, einen Notnagel, aber keinen Gott der sich in unser Leben einmischt. Dass, das nicht funktionieren kann versteht sicher jeder.

Jesaja sagt eine große Umwandlung voraus.

Es soll eine große Erweckung geben. Was´n das? Die Frage kann man regelrecht in manchen Gesichtern sehen. Unter Erweckung verstehen Christen eine Zeit, in der Menschen die bisher nicht nach Gott fragen, ihn als ihren Herren anerkennen.

Bei uns sieht das ja nicht gerade so aus. Aber in den armen Teilen der Welt wachsen Christliche Gemeinden. In einigen Jahren werden wir keine Missionare mehr aussenden, sondern es werden Missionare zu uns kommen.

Erweckung in Deutschland? Vielleicht fängt Gott mit uns Bikern an. Heute hatten wir wieder zwei Taufen und es waren nicht der ersten auf unseren Gottesdiensten. Mit der Taufe gehörst du zu Gott. Du vertraust ihm dein Leben an. Klever! Was kann man Cleveres tun als sein Leben dem Konstrukteur, dem Erfinder, dem Schöpfer, dem Entwickler desselben in die Hand zu drücken. In bessere Hände kann es nicht kommen.

Lies deine Bikerbibel und du wirst entdecken, dass Gott auch dich als sein Kind will und dann werden wir hier taufen was das Zeug hergibt. 

Inzwischen werden uns die Bikerbibeln fast aus der Hand gerissen. Motorradfahrer brauchen Gott. Wir werden sehen, was Gott mit uns vorhat.

Es gibt noch eine Verheißung an die, die schon glauben: V.22 „Jakob (das ist nur der alte Name für Israel) soll nicht mehr beschämt dastehen, und sein Antlitz soll nicht mehr erblassen.“

Ihr werdet Mut haben, über euren Glauben zu sprechen. Ihr werdet nicht mehr verschämt zu Seite schauen, wenn sich andere über euch und eurem Gott lustig machen. Ich werdet nicht mehr erblassen oder erröten, wenn plötzlich jemand entdeckt, dass du Christ bist. 

Richard und die Eltern des kleinen Jonas, Judith und Rene haben sich hier in aller Öffentlichkeit mit der Taufe zu Gott bekannt. Nun bist du gefragt: Zu welchem Gott bekennst du dich?

Lass andere entdecken, dass du Christ bist und gib ihnen damit eine Chance Gott selbst kennenzulernen.

AMEN!

Roberto Jahn, MoGo in Rabenstein Herbst 2011

Christliche Motorradfahrer Sachsen Verein Badge
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