1. Wintermogo

Thema:
Das Leid in der Welt – wie passt das zu einem allmächtigen und barmherzigen Gott
Der Mensch hat Entscheidungsfreiheit und Entscheidungsverantwortung

- Warum lässt Gott es zu, dass tausende Menschen in der 3. Welt verhungern? Und wir uns immer neue Diäten überlegen müssen, um nicht zu dick zu werden?

- Warum lässt Gott es zu, dass Christen in Syrien und Irak abgeschlachtet werden wir Vieh und wir auch dem dümmsten Gedankengebilden Freiraum geben, weil wir das für Demokratie halten?

- Warum lässt Gott es zu dass es Buchenwald, Treblinka oder Auschwitz gab und sich Christen an diesen Verbrechen beteiligten?

-Oder:

- Der Fussballmanager Udo Lattek tritt aus der Kirche aus, weil sein 15 jähriger Sohn an einer schweren Krankheit gestorben ist. „Mit einen Gott, der den unschuldigen Menschen so leiden lässt, möchte ich nichts mehr zu tun haben.“ meinte er.

- Warum lässt Gott das zu? Du kannst deine eigene Geschichte, deine Erfahrungen einsetzen.
- Jeder kann da sicher auch eine eigene Geschichte dazu erzählen.

- Bleiben wir bei uns. Bleiben wir bei diesem Tag. Bleiben wir beim Heute.

- Wie geht es dir?
- Gut???
- Hast du Gott heute schon mal dafür gedankt?
- Mir geht es gut. Ich habe mich auf heute Nachmittag gefreut, aber Gott gedankt für diesen Tag habe ich noch nicht.
- Na gut, vor dem Gottesdienst, bei der Gebetsgemeinschaft, da musste man doch irgendwie...

- Ist es nicht oft so, dass Gott kaum eine Rolle spielt, wenn es uns gut geht?

- Wann ging es dir das letzte mal so richtig schlecht?
- Ich meine nicht: eine Erkältung, beim Motorradfahren nass geworden, bei der Schneeballschlacht ausgerutscht, sondern ich meine so richtig schlecht!

- So schlecht, dass du alles satt hattest, dass du den ganzen Krempel am liebsten in die Ecke gepfeffert hättest?
- So schlecht, dass du andere um ihre vermeintlich bessere Lage beneidet hast?

- Und jetzt mal ehrlich, hast du in solch einer Situation dir schon mal die Frage gestellt: Warum lässt Gott das zu? Warum lässt er es zu, dass es mir so schlecht geht?

- Oder du denkst und empfindest etwas globaler. Warum lässt Gott das Leid in der Welt zu? Könnte er nicht die Qualen der Verfolgten Christen in Syrien, Irak und sonst wo auf der Welt mit einem Schlag beenden?

- Wir Christen reden von dem allmächtigen Gott, von dem barmherzigen Gott – Wie passt das zum vielfachen Leid in dieser Welt?

- Welche Vorstellung von Gott versteckt sich hinter dieser Frage?

- Glauben wir nicht alle ein Stück an einen Regie-Gott?
- Er zieht im Hintergrund  wie ein Regisseur die Fäden bei einem Marionettentheater und die Welt dreht sich und wir bewegen uns ohne eigenen Willen.

- Aber das stimmt doch so nicht und jeder von uns hat das doch längst mitbekommen.

- Gott hat uns mit einen eigenen Willen ausgestattet. Vielleicht der einzige Fehler den Gott gemacht hat.

- Für die Beantwortung der Leid-Frage müssen wir weit zurück.
- Weit zurück in der Bibel.
- Schlagt doch mal mit auf: 1. Mose 1,27

„So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie.“

„Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach seinem Bilde schuf er ihn!“

- Gott wollte keinen Diener, sondern ein Gegenüber.
- Deshalb hat er uns ihm gleich gemacht, nach seinem Abbilde...

- Auch wir als Menschen brauchen ein Gegenüber, ein Spiegelbild, jemand der uns ebenbürtig gegenübersteht.
- Im Gespräch brauche ich jemanden der auf meiner Stufe steht.
- Jemand der weit über oder unter mit steht, dessen Gedanken meine Gedanken nicht erfassen können, ist mir kein echtes Gegenüber.

- Manchmal findet man kein Gegenüber.

- Menschen flüchten sich dann zu ihren Haustieren und vermenschlichen diese.
- Diese hören sich scheinbar alles sehr geduldig an, verstehen mich, nehmen Anteil...

- Nein, natürlich nicht. Die verstehen kein Wort von dem was du sagst. Die können noch nicht einmal ihren Namen verstehen.

- Wir haben einen Bernersennenhund. Othello heißt er.
- Ich kann mich in den Garten stellen und Othello rufen und er kommt (oder auch nicht). Ich kann mich aber auch in den Garten stellen und „Dummerhund“ rufen. Er kommt (oder auch nicht), solange nur die Tonlage, die Anzahl der Silben stimmen. Er erkennt meine Stimme, er erkennt meine Betonung, aber er kann mit Othello nichts anfangen.

- Ein Hund ist ein guter Kamerad, aber kein Gegenüber.

- Wenn dein Haustier dein einziges Gegenüber ist, dann stimmt da was nicht.

- Zurück zum Gedanken. Gott wollte keine Haustiere, sondern ein Gegenüber mit einem freien Willen.

- Der freie Wille ermöglicht es mir, mir ein eigenes Gegenüber zu suchen.
- Ich muss nicht bei Gott bleiben, denn ich kann frei entscheiden.

- Als der Mensch das mitbekommen hat, beginnt er Entscheidungen Gottes anzuzweifeln.
- Er setzt sich über Verbote hinweg. Er kann doch frei entscheiden.
- Von da ab ist der Mensch fokussiert auf sich selbst. Er vergisst die Leute um ihn herum. Er vergisst Gott. Das anfängliche Paradies wird langsam zurückgebaut.

- Die ersten Jahrtausende langsam, sehr langsam, in den letzten 100 Jahren in einem rasanten Tempo.

- Die Vergötterung des freien Willens macht aus dem Paradies die Hölle auf Erden –  bis Jesus eines Tages wiederkommt und diesem Spiel ein Ende bereitet. Lesen wir dazu einmal Apg. 1, 10+11

„Während sie ihm nachschauten, standen plötzlich zwei weiß gekleidete Männer bei ihnen. Sie sagten: »Männer aus Galiläa, warum steht ihr hier und starrt zum Himmel? Jesus ist von euch fort in den Himmel geholt worden. Eines Tages wird er genauso wiederkommen, wie ihr ihn habt fortgehen sehen!« „


- Ist Gott denn nun tatsächlich barmherzig und allmächtig?

- Ist einer, der nicht jedem Bettler auf Johannesburgs Straßen einen Euro gibt, sondern punktuell hilft, ist der nicht barmherzig?

- Ist jemand, der zwar Chef in einer Firma ist, aber den allmächtigen Chef nicht an jeder Ecke raushängen lässt, sondern auch andere entscheiden lassen kann, der Freiheit gewährt, ist der deshalb nicht allmächtig?
- Sie sind es. Sie sind barmherzig und sie sind allmächtig.

- Gott lässt das nicht bei jeder Gelegenheit raushängen, aber deshalb ist er doch dennoch allmächtig und barmherzig.

- In der Bibel wird er tausendfach so beschrieben.

- Warum lässt Gott das Leid der Welt zu? Warum verhindert er es nicht?

- Auf die Warum-Fragen gibt es keine Antwort. Jedenfalls in der Regel nicht.
- In Ausnahmefällen gibt Gott uns eine Antwort, weil er es will, nicht weil wir es fordern.

- Stell dir eine Gerichtsverhandlung vor. Gott sitzt auf der Anklagebank. Du und ich wir sind die Ankläger.

- Wäre das ein allmächtiger Gott, wenn er vor uns Rechenschaft abgeben müsste? ER muss gar nichts, denn er ist Gott.

- Wir können Gott unser Leid klagen, aber wir können ihn nicht anklagen. Wer sind wir denn?

- Die meisten Antworten auf unsere Warum-Fragen werden wir erhalten, wenn einmal bei Gott sein werden.
- Aber in diesem Moment des Glücks wird uns nichts weniger interessieren als die Antwort auf unsere heutigen Fragen.

- Bis dahin müssen wir aber mit der Frage umgehen. Wir brauchen Antworten mit denen wir leben können und die wir weitergeben können, wenn uns jemand fragt: Warum lässt Gott das Leid zu?

- 497 Jahre nach dem Beginn der Reformation braucht die Kirche schon wieder mal eine Reformation.

- Denn das „Sola Scriptura“ - allein die Schrift, die Bibel als Maßstab für alles, zählt in unserer Kirche schon lange nicht mehr.
- Da hängen alle ihre Fähnlein in den Wind.
- Zudem ist der Patient auch noch „beratungsressistent“.

- Zur Zeit Luthers, des Spätmittelalters, da herrschten Umstände auf dieser Welt, da würde der moderne Mensch wohl kaum einen Monat überleben.

- Verbreitete Armut. Die ständige Sorge um das tägliche Brot.
- Seuchen wie die Pest suchten ganze Kontinente heim, dagegen ist Ebola ein Kindergeburtstag.

- Kriege gehörten für die meisten Menschen zum Alltag. Es gab keine Generation, die nicht ihren Krieg hatte.

- Da fragt sich der Mönch Martin Luther, ob Gott nicht Schuld ist an der ganzen Misere.
- Es entsteht eine Frage, die in der Theologie seither eine Rolle spielt.

- Die Theo-Dizee-Frage. Die Gottes-Schuld-Frage.

- Luther findet nach langem grübeln die Antwort auf diese Frage.

- Er meint: Gott ist nicht Schuld, weil der Mensch jederzeit selbst entscheidet, was er tut.

- Gott will eben nicht der Marionettenspieler sein, der die Fäden in der Hand hält, sondern wir wollten die Freiheit, die absolute Autonomie von Gott und müssen nun mit den Konsequenzen leben.

- Gott nun unsere Fehler in die Schuhe zu schieben, ist zwar sehr bequem aber jeder wird einsehen, dass dies unfair ist.

- Erinnert ihr euch noch an den Film am Anfang? Mit den 3 Studenten, die sich zu den Bettler setzen?

- Ich finde es toll, dass das Videoteam diesen Film und keinen anderen rausgesucht hat.

- Denn der Film bleibt nicht stehen, bei der Frage: Warum lässt Gott das zu, dass Menschen so leben müssen?, sondern der Film zeigt, dass mit etwas Phantasie einem Menschen einen ganzen Tag so verändern kann, dass er diesen Tag in seinem ganzen Leben nie mehr vergessen wird.

- Dieser Mann wird jedem erzählen, was ihm passiert ist.

- Du entscheidest, ob du dich neben den Bettler setzt und anfängst ein Lied für ihn zu singen.

- Du entscheidest, ob du einfach weitergehst oder ihm den Euro in den Hut wirfst.
- Du entscheidest durch deinen Fahrstil.
- Du entscheidest durch deinen Leitungsstil
- Du entscheidest durch deinen Glaubensstil, ob dieser Tag für dich und dein Gegenüber ein guter Tag wird.

- Nein, hier ist einmal nicht Gott in der Verantwortung sondern ich und du, wir sind es.

- Ich sehe drei Phasen, wie man mit Leid umgehen kann.

1. Mit Leid umgehen
2. Perspektiven entwickeln
3. Ideen umsetzen

1. Mit Leid umgehen hat mehrere Fassetten.
- Leid annehmen. Es macht keinen Sinn, sich dagegen zu wehren. Bei Hiob finden wir dazu einen Satz, der vielen Menschen schon zu Hilfe geworden ist: Hiob sagt, als er alles verloren hat, was in seinem Leben bisher eine Rolle spielte: „Der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen. Gelobet sei der Name des Herrn!“

- Wichtig aber auch zu wissen, dass es keinen Anspruch auf Glück im herkömmlichen Sinne gibt.
- Es kann sein, dass Leid zu deinem Lebensweg gehört, weil wir meist nicht durch die guten Zeiten im Leben etwas von Gott und der Welt verstehen, sondern uns in den Zeiten des Leids die Augen aufgehen.

- Selbst Paulus bittet Gott darum, dass er ihn den Pfahl im Fleisch – vermutlich Epilepsie, aus seinem Leben entfernt. Gott hat ihn nicht geheilt.

- Das meint aber zugleich nicht, dass wir nicht um Heilung von einer Krankheit bitten dürfen. An anderen Stellen der Bibel werden Heilungen berichtet. Bis heute gibt es sie.
- Es heilt in diesen Fällen nie der Mensch, sondern Gott selbst. Allerdings bestimmt er auch in seiner Allmacht ob ja oder nein. Kannst du das akzeptieren, wenn du Gott um Heilung bittest?

- Heilung ist nicht irgendwelchen Gemeinden vorbehalten, sondern kann dort geschehen, wo Menschen Gott um Heilung anrufen. Ich muss mich dem Leid nicht gegenwehrlos ergeben.

- Bei Jakobus 5 kannst du nachlesen!

13 Leidet jemand unter euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen.
14 Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn.
15 Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden.
16 Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung. 17 Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen wie wir; und er betete inständig, dass es nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate.
18 Und wieder betete er, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor.


- Es gibt aber auch ein Leiden, um eines höheren Zieles willen. Bonhöfer leidet aus Gehorsam an Gott. Du hast vielleicht selbst auch gelitten, weil du zu DDR-Zeiten nicht den Weg gehen konntest, den du dir erträumt hattest. Ging mir doch selbst so – erstaunlich aber ist, dass ich im Rückblick sagen muss – ich bin heute genau dort gelandet, wo ich richtig bin, am richtigen Platz. Hätte sich damals mein Traum erfüllt – was wäre geworden?

- Es gibt aber auch Leid, dass man nicht annehmen muss. Es fällt uns nicht leicht von paranormalen Dingen zu sprechen. Fluch, das klingt nach Märchen.
- Und doch spricht die Bibel davon, dass Gott z.B. das Anrufen anderer Geister, die Geister der Vorfahren, Wahrsagerei mit einen Fluch belegt der sich bis in die 3 und 4 Generation auswirken kann.

2. Mo 20,5          Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein  eifernder Gott,  der die Missetat der Väter heimsucht bis ins 3. und 4. Glied an den Kindern derer, die mich hassen.
 
5. Mo 5,9            Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin  ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins 3. und 4. Glied an den Kindern derer, die mich hassen.
 

- Damit musst du nicht leben. Du kannst dich davon lossagen. Jesus will dich davon befreien. Anschließend kannst du ganz neue Wege mit Gott gehen.

2. Perspektiven entwickeln: die Zeit des Leids kann lange sein. Aber irgendwann kann ich Gott auch um die Kraft bitten, mit neue Perspektiven für mein Leben zu zeigen und, Gott hat immer noch eine Perspektiven, eine Idee für dich. Frag Gott danach, bekomm es heraus!

3. Ideen umsetzen. Wie viele gute Ideen sind schon auf der Strecke geblieben, weil wir von der Planung nie zur Umsetzung weitergegangen sind. Wie oft haben wir Gottes gute Pläne schon zur Seite geschoben, weil wir angenommen haben, dass unsere Freunde, unsere Familie über diese Idee nur den Kopf schütteln würde. Gottes Ideen umzusetzten hat etwas mit Gehorsam gegenüber Gott zu tun.


- Die biblische Geschichte vom Barherzigen Samariter zeigt eine Sicht von Jesus, wie wir mit Leid falsch und richtig umgehen.

- Die frommen Leute, Priester und Levit, hatten alle eine gute Ausrede, warum sie den überfallen Mann nicht helfen konnten.

- Im Video war am Anfang zu lesen: Wir gehen, wir hasten, isoliert und auf uns fokussiert.

- Wir gehen am Bettler vorbei, weil wir der Meinung sind, dass der sich doch nur Alkohol von unserem Geld kaufen würde.

- Wir gehen vorbei, weil wir überfordert sind. Wo sollen wir anfangen und wo aufhören?

- Wir gehen vorbei, weil wir es eilig haben. Schließlich warten im Hauskreis 10 Christen, darauf dass ich ihnen die Losung vorlese.

- Jeder der schon mal mit einer dieser Begründungen unterwegs war, kennt das ungute Gefühl auf den nächsten 10Metern, wenn man einfach so vorüber gegangen ist.

- Unser Gewissen, der von Gott in die Schöpfung hineingelegte Seismograf meldet sich und zeigt an, dass hier etwas nicht richtig war.

- Der Samariter, auf dem Priester und Levit damals nur verächtlich herabgeschaut hätten, der nimmt sich Zeit. Er nimmt persönliche Einschränkungen auf sich. Er gibt sogar noch Geld.

- Gerade mit dem letzten Satz machen wir zweimal im Jahr erschreckende Erfahrungen.

- Wenn wir nach Rumänien fahren ist es kein Problem den Kleiderschrank zu öffnen. Meist waren eh diese kleinen widerlichen Männchen, genannt Kalorien, den Winter über da und haben all die Kleider enger genäht.
- Aber Geld zu geben, dass fällt wirklich schwer, ist für viele unmöglich, weil sie daran gebunden sind.
- Leid lindert sich ganz selten von allein.
- Gott lindert Leid, aber nicht immer. Er hat seine Leute dafür.
- Gottes Auftrag ist es Leid zu lindern.

- Das Video, ihr merkt, das hat es mir angetan, ist so gut, weil es nicht bei der Aufnahme des Leides bleibt. Man kann sicher einen ganzen Film nur über diesen Mann, sein Leid usw. drehen, aber nein, die jungen Leute tun einfach was. Sie werden damit nicht die ganze Welt verändern, aber sie tun Gottes Willen und die verändern den Tag des Bettlers ganz entscheidend.


- Wo stehst du gerade?
- Du leidest gerade nicht. Dir geht es gut?! Dann freu dich und danke Gott für die Zeit die dir zum Durchatmen bleibt.
- Ich meine das nicht nur theoretisch, sondern tu es praktisch. Steh auf, bleib sitzen oder geh vor deinem Gott auf die Knie, bete ganz leise für dich oder tu es laut, singe - aber fang an.

- Du musst Leid annehmen? Dann tu das jetzt. Nicht morgen, sag es dir und sag Gott, dass du leidest aber auch dass du es annehmen willst.

- Du brauchst neue Perspektiven? Dann bitte Gott jetzt darum dir neue Wege zu zeigen. Das kann auch bedeuten, dass du dich lossprichts von okkulten Bindungen oder um eine Heilung bittest.

- Du willst die Ideen umsetzen, dann halte am Ende einfach deine Hände beim Segen geöffnet, damit Gottes Kraft in dich hineinfließen kannst und du stark wirst auch gegen innere und äußere Widerstände zu tun, was Gott von dir will.

1. Wintermogo 2014

 

Thema:

  • Das Leid in der Welt – wie passt das zu einem allmächtigen und barmherzigen Gott

  • Der Mensch hat Entscheidungsfreiheit und Entscheidungsverantwortung

 

- Warum lässt Gott es zu, dass tausende Menschen in der 3. Welt verhungern? Und wir uns immer neue Diäten überlegen müssen, um nicht zu dick zu werden?

 

- Warum lässt Gott es zu, dass Christen in Syrien und Irak abgeschlachtet werden wir Vieh und wir auch dem dümmsten Gedankengebilden Freiraum geben, weil wir das für Demokratie halten?

 

- Warum lässt Gott es zu dass es Buchenwald, Treblinka oder Auschwitz gab und sich Christen an diesen Verbrechen beteiligten?

 

-Oder:

 

- Der Fussballmanager Udo Lattek tritt aus der Kirche aus, weil sein 15 jähriger Sohn an einer schweren Krankheit gestorben ist. „Mit einen Gott, der den unschuldigen Menschen so leiden lässt, möchte ich nichts mehr zu tun haben.“ meinte er.

 

- Warum lässt Gott das zu? Du kannst deine eigene Geschichte, deine Erfahrungen einsetzen.

- Jeder kann da sicher auch eine eigene Geschichte dazu erzählen.

 

- Bleiben wir bei uns. Bleiben wir bei diesem Tag. Bleiben wir beim Heute.

 

- Wie geht es dir?

- Gut???

- Hast du Gott heute schon mal dafür gedankt?

- Mir geht es gut. Ich habe mich auf heute Nachmittag gefreut, aber Gott gedankt für diesen Tag habe ich noch nicht.

- Na gut, vor dem Gottesdienst, bei der Gebetsgemeinschaft, da musste man doch irgendwie...

 

- Ist es nicht oft so, dass Gott kaum eine Rolle spielt, wenn es uns gut geht?

 

- Wann ging es dir das letzte mal so richtig schlecht?

- Ich meine nicht: eine Erkältung, beim Motorradfahren nass geworden, bei der Schneeballschlacht ausgerutscht, sondern ich meine so richtig schlecht!

 

- So schlecht, dass du alles satt hattest, dass du den ganzen Krempel am liebsten in die Ecke gepfeffert hättest?

- So schlecht, dass du andere um ihre vermeintlich bessere Lage beneidet hast?

 

- Und jetzt mal ehrlich, hast du in solch einer Situation dir schon mal die Frage gestellt: Warum lässt Gott das zu? Warum lässt er es zu, dass es mir so schlecht geht?

 

- Oder du denkst und empfindest etwas globaler. Warum lässt Gott das Leid in der Welt zu? Könnte er nicht die Qualen der Verfolgten Christen in Syrien, Irak und sonst wo auf der Welt mit einem Schlag beenden?

 

- Wir Christen reden von dem allmächtigen Gott, von dem barmherzigen Gott – Wie passt das zum vielfachen Leid in dieser Welt?

 

- Welche Vorstellung von Gott versteckt sich hinter dieser Frage?

 

- Glauben wir nicht alle ein Stück an einen Regie-Gott?

- Er zieht im Hintergrund wie ein Regisseur die Fäden bei einem Marionettentheater und die Welt dreht sich und wir bewegen uns ohne eigenen Willen.

 

- Aber das stimmt doch so nicht und jeder von uns hat das doch längst mitbekommen.

 

- Gott hat uns mit einen eigenen Willen ausgestattet. Vielleicht der einzige Fehler den Gott gemacht hat.

 

- Für die Beantwortung der Leid-Frage müssen wir weit zurück.

- Weit zurück in der Bibel.

- Schlagt doch mal mit auf: 1. Mose 1,27

 

So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie.“

 

Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach seinem Bilde schuf er ihn!“

 

- Gott wollte keinen Diener, sondern ein Gegenüber.

- Deshalb hat er uns ihm gleich gemacht, nach seinem Abbilde...

 

- Auch wir als Menschen brauchen ein Gegenüber, ein Spiegelbild, jemand der uns ebenbürtig gegenübersteht.

- Im Gespräch brauche ich jemanden der auf meiner Stufe steht.

- Jemand der weit über oder unter mit steht, dessen Gedanken meine Gedanken nicht erfassen können, ist mir kein echtes Gegenüber.

 

- Manchmal findet man kein Gegenüber.

 

- Menschen flüchten sich dann zu ihren Haustieren und vermenschlichen diese.

- Diese hören sich scheinbar alles sehr geduldig an, verstehen mich, nehmen Anteil...

 

- Nein, natürlich nicht. Die verstehen kein Wort von dem was du sagst. Die können noch nicht einmal ihren Namen verstehen.

 

- Wir haben einen Bernersennenhund. Othello heißt er.

- Ich kann mich in den Garten stellen und Othello rufen und er kommt (oder auch nicht). Ich kann mich aber auch in den Garten stellen und „Dummerhund“ rufen. Er kommt (oder auch nicht), solange nur die Tonlage, die Anzahl der Silben stimmen. Er erkennt meine Stimme, er erkennt meine Betonung, aber er kann mit Othello nichts anfangen.

 

- Ein Hund ist ein guter Kamerad, aber kein Gegenüber.

 

- Wenn dein Haustier dein einziges Gegenüber ist, dann stimmt da was nicht.

 

- Zurück zum Gedanken. Gott wollte keine Haustiere, sondern ein Gegenüber mit einem freien Willen.

 

- Der freie Wille ermöglicht es mir, mir ein eigenes Gegenüber zu suchen.

- Ich muss nicht bei Gott bleiben, denn ich kann frei entscheiden.

 

- Als der Mensch das mitbekommen hat, beginnt er Entscheidungen Gottes anzuzweifeln.

- Er setzt sich über Verbote hinweg. Er kann doch frei entscheiden.

- Von da ab ist der Mensch fokussiert auf sich selbst. Er vergisst die Leute um ihn herum. Er vergisst Gott. Das anfängliche Paradies wird langsam zurückgebaut.

 

- Die ersten Jahrtausende langsam, sehr langsam, in den letzten 100 Jahren in einem rasanten Tempo.

 

- Die Vergötterung des freien Willens macht aus dem Paradies die Hölle auf Erden – bis Jesus eines Tages wiederkommt und diesem Spiel ein Ende bereitet. Lesen wir dazu einmal Apg. 1, 10+11

 

Während sie ihm nachschauten, standen plötzlich zwei weiß gekleidete Männer bei ihnen. Sie sagten: »Männer aus Galiläa, warum steht ihr hier und starrt zum Himmel? Jesus ist von euch fort in den Himmel geholt worden. Eines Tages wird er genauso wiederkommen, wie ihr ihn habt fortgehen sehen!« „

 

 

- Ist Gott denn nun tatsächlich barmherzig und allmächtig?

 

- Ist einer, der nicht jedem Bettler auf Johannesburgs Straßen einen Euro gibt, sondern punktuell hilft, ist der nicht barmherzig?

 

- Ist jemand, der zwar Chef in einer Firma ist, aber den allmächtigen Chef nicht an jeder Ecke raushängen lässt, sondern auch andere entscheiden lassen kann, der Freiheit gewährt, ist der deshalb nicht allmächtig?

- Sie sind es. Sie sind barmherzig und sie sind allmächtig.

 

- Gott lässt das nicht bei jeder Gelegenheit raushängen, aber deshalb ist er doch dennoch allmächtig und barmherzig.

 

- In der Bibel wird er tausendfach so beschrieben.

 

- Warum lässt Gott das Leid der Welt zu? Warum verhindert er es nicht?

 

- Auf die Warum-Fragen gibt es keine Antwort. Jedenfalls in der Regel nicht.

- In Ausnahmefällen gibt Gott uns eine Antwort, weil er es will, nicht weil wir es fordern.

 

- Stell dir eine Gerichtsverhandlung vor. Gott sitzt auf der Anklagebank. Du und ich wir sind die Ankläger.

 

- Wäre das ein allmächtiger Gott, wenn er vor uns Rechenschaft abgeben müsste? ER muss gar nichts, denn er ist Gott.

 

- Wir können Gott unser Leid klagen, aber wir können ihn nicht anklagen. Wer sind wir denn?

 

- Die meisten Antworten auf unsere Warum-Fragen werden wir erhalten, wenn einmal bei Gott sein werden.

- Aber in diesem Moment des Glücks wird uns nichts weniger interessieren als die Antwort auf unsere heutigen Fragen.

 

- Bis dahin müssen wir aber mit der Frage umgehen. Wir brauchen Antworten mit denen wir leben können und die wir weitergeben können, wenn uns jemand fragt: Warum lässt Gott das Leid zu?

 

- 497 Jahre nach dem Beginn der Reformation braucht die Kirche schon wieder mal eine Reformation.

 

- Denn das „Sola Scriptura“ - allein die Schrift, die Bibel als Maßstab für alles, zählt in unserer Kirche schon lange nicht mehr.

- Da hängen alle ihre Fähnlein in den Wind.

- Zudem ist der Patient auch noch „beratungsressistent“.

 

- Zur Zeit Luthers, des Spätmittelalters, da herrschten Umstände auf dieser Welt, da würde der moderne Mensch wohl kaum einen Monat überleben.

 

- Verbreitete Armut. Die ständige Sorge um das tägliche Brot.

- Seuchen wie die Pest suchten ganze Kontinente heim, dagegen ist Ebola ein Kindergeburtstag.

 

- Kriege gehörten für die meisten Menschen zum Alltag. Es gab keine Generation, die nicht ihren Krieg hatte.

 

- Da fragt sich der Mönch Martin Luther, ob Gott nicht Schuld ist an der ganzen Misere.

- Es entsteht eine Frage, die in der Theologie seither eine Rolle spielt.

 

- Die Theo-Dizee-Frage. Die Gottes-Schuld-Frage.

 

- Luther findet nach langem grübeln die Antwort auf diese Frage.

 

- Er meint: Gott ist nicht Schuld, weil der Mensch jederzeit selbst entscheidet, was er tut.

 

- Gott will eben nicht der Marionettenspieler sein, der die Fäden in der Hand hält, sondern wir wollten die Freiheit, die absolute Autonomie von Gott und müssen nun mit den Konsequenzen leben.

 

- Gott nun unsere Fehler in die Schuhe zu schieben, ist zwar sehr bequem aber jeder wird einsehen, dass dies unfair ist.

 

- Erinnert ihr euch noch an den Film am Anfang? Mit den 3 Studenten, die sich zu den Bettler setzen?

 

- Ich finde es toll, dass das Videoteam diesen Film und keinen anderen rausgesucht hat.

 

- Denn der Film bleibt nicht stehen, bei der Frage: Warum lässt Gott das zu, dass Menschen so leben müssen?, sondern der Film zeigt, dass mit etwas Phantasie einem Menschen einen ganzen Tag so verändern kann, dass er diesen Tag in seinem ganzen Leben nie mehr vergessen wird.

 

- Dieser Mann wird jedem erzählen, was ihm passiert ist.

 

- Du entscheidest, ob du dich neben den Bettler setzt und anfängst ein Lied für ihn zu singen.

 

- Du entscheidest, ob du einfach weitergehst oder ihm den Euro in den Hut wirfst.

- Du entscheidest durch deinen Fahrstil.

- Du entscheidest durch deinen Leitungsstil

- Du entscheidest durch deinen Glaubensstil, ob dieser Tag für dich und dein Gegenüber ein guter Tag wird.

 

- Nein, hier ist einmal nicht Gott in der Verantwortung sondern ich und du, wir sind es.

 

- Ich sehe drei Phasen, wie man mit Leid umgehen kann.

 

1. Mit Leid umgehen

2. Perspektiven entwickeln

3. Ideen umsetzen

 

1. Mit Leid umgehen hat mehrere Fassetten.

- Leid annehmen. Es macht keinen Sinn, sich dagegen zu wehren. Bei Hiob finden wir dazu einen Satz, der vielen Menschen schon zu Hilfe geworden ist: Hiob sagt, als er alles verloren hat, was in seinem Leben bisher eine Rolle spielte: „Der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen. Gelobet sei der Name des Herrn!“

 

- Wichtig aber auch zu wissen, dass es keinen Anspruch auf Glück im herkömmlichen Sinne gibt.

- Es kann sein, dass Leid zu deinem Lebensweg gehört, weil wir meist nicht durch die guten Zeiten im Leben etwas von Gott und der Welt verstehen, sondern uns in den Zeiten des Leids die Augen aufgehen.

 

- Selbst Paulus bittet Gott darum, dass er ihn den Pfahl im Fleisch – vermutlich Epilepsie, aus seinem Leben entfernt. Gott hat ihn nicht geheilt.

 

- Das meint aber zugleich nicht, dass wir nicht um Heilung von einer Krankheit bitten dürfen. An anderen Stellen der Bibel werden Heilungen berichtet. Bis heute gibt es sie.

- Es heilt in diesen Fällen nie der Mensch, sondern Gott selbst. Allerdings bestimmt er auch in seiner Allmacht ob ja oder nein. Kannst du das akzeptieren, wenn du Gott um Heilung bittest?

 

- Heilung ist nicht irgendwelchen Gemeinden vorbehalten, sondern kann dort geschehen, wo Menschen Gott um Heilung anrufen. Ich muss mich dem Leid nicht gegenwehrlos ergeben.

 

- Bei Jakobus 5 kannst du nachlesen!

 

13 Leidet jemand unter euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen.

14 Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn.

15 Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden.

16 Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung. 17 Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen wie wir; und er betete inständig, dass es nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate.

18 Und wieder betete er, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor.

 

 

- Es gibt aber auch ein Leiden, um eines höheren Zieles willen. Bonhöfer leidet aus Gehorsam an Gott. Du hast vielleicht selbst auch gelitten, weil du zu DDR-Zeiten nicht den Weg gehen konntest, den du dir erträumt hattest. Ging mir doch selbst so – erstaunlich aber ist, dass ich im Rückblick sagen muss – ich bin heute genau dort gelandet, wo ich richtig bin, am richtigen Platz. Hätte sich damals mein Traum erfüllt – was wäre geworden?

 

- Es gibt aber auch Leid, dass man nicht annehmen muss. Es fällt uns nicht leicht von paranormalen Dingen zu sprechen. Fluch, das klingt nach Märchen.

- Und doch spricht die Bibel davon, dass Gott z.B. das Anrufen anderer Geister, die Geister der Vorfahren, Wahrsagerei mit einen Fluch belegt der sich bis in die 3 und 4 Generation auswirken kann.

 

2. Mo 20,5          Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein  eifernder Gott,  der die Missetat der Väter heimsucht bis ins 3. und 4. Glied an den Kindern derer, die mich hassen.

 

5. Mo 5,9            Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin  ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins 3. und 4. Glied an den Kindern derer, die mich hassen.

 

 

- Damit musst du nicht leben. Du kannst dich davon lossagen. Jesus will dich davon befreien. Anschließend kannst du ganz neue Wege mit Gott gehen.

 

2. Perspektiven entwickeln: die Zeit des Leids kann lange sein. Aber irgendwann kann ich Gott auch um die Kraft bitten, mit neue Perspektiven für mein Leben zu zeigen und, Gott hat immer noch eine Perspektiven, eine Idee für dich. Frag Gott danach, bekomm es heraus!

 

3. Ideen umsetzen. Wie viele gute Ideen sind schon auf der Strecke geblieben, weil wir von der Planung nie zur Umsetzung weitergegangen sind. Wie oft haben wir Gottes gute Pläne schon zur Seite geschoben, weil wir angenommen haben, dass unsere Freunde, unsere Familie über diese Idee nur den Kopf schütteln würde. Gottes Ideen umzusetzten hat etwas mit Gehorsam gegenüber Gott zu tun.

 

 

- Die biblische Geschichte vom Barherzigen Samariter zeigt eine Sicht von Jesus, wie wir mit Leid falsch und richtig umgehen.

 

- Die frommen Leute, Priester und Levit, hatten alle eine gute Ausrede, warum sie den überfallen Mann nicht helfen konnten.

 

- Im Video war am Anfang zu lesen: Wir gehen, wir hasten, isoliert und auf uns fokussiert.

 

- Wir gehen am Bettler vorbei, weil wir der Meinung sind, dass der sich doch nur Alkohol von unserem Geld kaufen würde.

 

- Wir gehen vorbei, weil wir überfordert sind. Wo sollen wir anfangen und wo aufhören?

 

- Wir gehen vorbei, weil wir es eilig haben. Schließlich warten im Hauskreis 10 Christen, darauf dass ich ihnen die Losung vorlese.

 

- Jeder der schon mal mit einer dieser Begründungen unterwegs war, kennt das ungute Gefühl auf den nächsten 10Metern, wenn man einfach so vorüber gegangen ist.

 

- Unser Gewissen, der von Gott in die Schöpfung hineingelegte Seismograf meldet sich und zeigt an, dass hier etwas nicht richtig war.

 

- Der Samariter, auf dem Priester und Levit damals nur verächtlich herabgeschaut hätten, der nimmt sich Zeit. Er nimmt persönliche Einschränkungen auf sich. Er gibt sogar noch Geld.

 

- Gerade mit dem letzten Satz machen wir zweimal im Jahr erschreckende Erfahrungen.

 

- Wenn wir nach Rumänien fahren ist es kein Problem den Kleiderschrank zu öffnen. Meist waren eh diese kleinen widerlichen Männchen, genannt Kalorien, den Winter über da und haben all die Kleider enger genäht.

- Aber Geld zu geben, dass fällt wirklich schwer, ist für viele unmöglich, weil sie daran gebunden sind.

- Leid lindert sich ganz selten von allein.

- Gott lindert Leid, aber nicht immer. Er hat seine Leute dafür.

- Gottes Auftrag ist es Leid zu lindern.

 

- Das Video, ihr merkt, das hat es mir angetan, ist so gut, weil es nicht bei der Aufnahme des Leides bleibt. Man kann sicher einen ganzen Film nur über diesen Mann, sein Leid usw. drehen, aber nein, die jungen Leute tun einfach was. Sie werden damit nicht die ganze Welt verändern, aber sie tun Gottes Willen und die verändern den Tag des Bettlers ganz entscheidend.

 

 

- Wo stehst du gerade?

- Du leidest gerade nicht. Dir geht es gut?! Dann freu dich und danke Gott für die Zeit die dir zum Durchatmen bleibt.

- Ich meine das nicht nur theoretisch, sondern tu es praktisch. Steh auf, bleib sitzen oder geh vor deinem Gott auf die Knie, bete ganz leise für dich oder tu es laut, singe - aber fang an.

 

- Du musst Leid annehmen? Dann tu das jetzt. Nicht morgen, sag es dir und sag Gott, dass du leidest aber auch dass du es annehmen willst.

 

- Du brauchst neue Perspektiven? Dann bitte Gott jetzt darum dir neue Wege zu zeigen. Das kann auch bedeuten, dass du dich lossprichts von okkulten Bindungen oder um eine Heilung bittest.

 

- Du willst die Ideen umsetzen, dann halte am Ende einfach deine Hände beim Segen geöffnet, damit Gottes Kraft in dich hineinfließen kannst und du stark wirst auch gegen innere und äußere Widerstände zu tun, was Gott von dir will.