Rabenstein Herbst 2014

Bibelstelle Text: Apg. 6, 1-7

- Der Predigttext steht in der Apostelgeschichte, der Bibel.
- Es ist das erste Buch im Neuen Testament, dass komplett die Zeit nach der Himmelfahrt von Jesus beschreibt.
- Dieses Buch erzählt, wie sich die ersten Gemeinden zusammenfanden, über die dabei entstehenden Probleme, aber auch Lösungsversuche werden aufgezeigt.
 
- Text lesen!
Die Wahl der sieben Helfer
1 Doch als die Zahl der Gläubigen immer größer wurde, kam es auch zu Auseinandersetzungen. Diejenigen aus den griechischsprachigen Gebieten beschwerten sich bei den Hebräern, weil sie glaubten, dass ihre Witwen bei der täglichen Versorgung benachteiligt würden.
2 Deshalb beriefen die zwölf eine Versammlung aller Gläubigen ein. »Wir Apostel sollten unsere Zeit dazu nutzen, das Wort Gottes zu predigen und zu lehren, und uns nicht mit der Organisation der Mahlzeiten oder Ähnlichem beschäftigen«, sagten sie.
3 »Deshalb, Freunde, wählt unter euch sieben Männer mit gutem Ruf aus, die vom Heiligen Geist erfüllt sind und Weisheit besitzen. Ihnen wollen wir die Verantwortung für diese Aufgabe übertragen.
4 Auf diese Weise haben wir Zeit für das Gebet und die Verkündigung von Gottes Wort.«
5 Dieser Vorschlag gefiel allen, und sie wählten folgende Männer: Stephanus - ein Mann voller Glauben und erfüllt vom Heiligen Geist, Philippus, Prochorus, Nikanor, Timon, Parmenas und Nikolaus aus Antiochien, der zum jüdischen Glauben übergetreten und jetzt Christ geworden war.
6 Diese sieben wurden den Aposteln vorgestellt, und sie legten ihnen die Hände auf und beteten für sie.
7 Gottes Botschaft breitete sich immer weiter aus. Die Zahl der Gläubigen in Jerusalem nahm weiter zu und auch viele jüdische Priester schlossen sich dem neuen Glauben an.
- Wenn ich in meinem Arbeitszimmer in Marienberg sitze und die Predigt vorbereite, dann stelle ich mir immer ein, zwei Leute vor, für die ich die Predigt aufschreibe.

- Das sind dann keine fiktiven, erfundenen Menschen, sondern das bist du oder auch du.
Du stehst vor meinem inneren Auge. Ich stelle mir vor, was dir durch den Kopf geht, wo sich Widerspruch in dir regt und was dich froh machen könnte.

- Sich das vorzustellen hat nichts mit einem guten oder schlechten Prediger zu tun, das ist kein Trick, sondern gehört zum Handwerk, so wie bei dir die Tastatur, die Kelle, der Schraubenschlüssel oder das Nudelholz.

- Als ich den Text das erste Mal lass, dachte ich gleich an unsere Motorradfahrergottesdienste.
- Der Text beschreibt zunächst eine Situation, die man sich ja nur wünschen kann.

- „Die Zahl der Gläubigen wurde immer größer!“

- Das bedeutet, die Apostel, die ehemaligen Wegbegleiter von Jesus hatten Erfolg. Es bekehren sich Menschen. Sie kehren um, steigen aus – aus ihrem bisherigen Leben ohne Gott und glauben an Jesus,
Sie glauben dass er Gott Sohn ist. Was glaubst du?
dass er gekreuzigt und begraben wurde,
dass er nach 3 Tagen auferstanden ist und
zu Himmelfahrt nicht mit dem bierbeladenen Handwagen durch Jerusalem zog, sondern in den Himmel fuhr, auch wenn es damals weder Heißluftballons, noch Flugzeuge oder Raketen gab.
- Es kamen also immer mehr Leute dazu. Die Zahlen, die da in der Bibel genannt werden sind gigantisch.

-  Da muss man aufpassen, dass einem das nicht unter Druck setzt.
- Aber man muss sich fragen, warum kommen z.B. hier in Rabenstein nur noch wenig neue Leute dazu?
- Warum sind andere weggeblieben? Wieso stagniert die Besucherzahl?

- mögliche Antworten sind:
Weil wir unser Limit erreicht haben!
Weil wir keinen Wert legen auf die großen Zahlen, sondern uns der Inhalt wichtiger ist!
Weil sich nicht mehr alles auf zwei Mogos im Jahr konzentriert, sondern es gibt inzwischen über 20 und sozusagen vor jedermanns Haustür einen Bikergottesdienst.
Weil wir in den letzten Jahren deutlicher von dem reden, was uns antreibt. Wir reden deutlicher von Jesus, vom Verloren sein und von der Rettung allein durch Jesus. Uns geht es nicht um fromme Verkehrserziehung, sondern darum dass du für Zeit und Ewigkeit gerettet bist.
- Dass Mitarbeiter wie Mandy und Martin Herrling sich hier ein Wochenende lang einbringen, hat zu 95% nichts mit einem Geltungsbedürfnis zu tun, sondern, damit dass sie Menschen für Jesus gewinnen wollen.
Willst du das auch? Dann lade andere Biker zu den Mogos ein!

- Das ist die Motivation für alle Arbeit, des CMS. Es gibt uns, weil wir uns nichts mehr wünschen, als dass du Jesus kennenlernst.

- All der Aufwand, für solch ein Wochenende ist nur für dich.
- Es geht nicht um einen Event für Biker. Den gibt es in der Saison an jeder Ecke.
- Es geht nicht um Motorsport, dass können andere viel besser – nicht dass uns das nicht interessieren würde, aber das ist nicht unsere erste Aufgabe.

- Das haben auch die bemerkt, die uns für einen frommen Motorsportclub hielten, für einen nicht auf Gewinn orientierten Reiseanbieter und sind weggeblieben.

- Wie damals, in den ersten Gemeinden geht es heute noch immer darum, dass ausgerechnet du Jesus kennenlernen kannst.
- Denn du hast ihm gerade noch gefehlt.

- Stell dir vor, du kommst dazu, mit dir noch viele andere!
- Da verändert sich die Situation, da verändern sich Bedürfnisse.

- Das war Ausgangssituation des Berichts aus der Bibel.
- Viele sind dazu gekommen und nun entsteht Streit.

- Da gehen bei uns ja gleich die Alarmglocken an: STREIT! - Etwas ganz Schlimmes.
- Ist doch Quatsch. Streit ist normal, solange man mit ihm umgehen kann und man sich verschiedene Ideen an den Kopf haut und nicht die Keule.

- In der ersten Gemeinde gab es Streit, nicht wegen einer Idee, sondern es ging um Essenzielles, es ging um Essen.

- Dazu muss man wissen: Witwen und Waisen waren in der gesellschaftlichen Hierarchie ganz unten. Es gab keine sozialen Systeme, keine Rentenversicherung, kein Hartz IV, einfach nichts.

- Jesus hat immer Wert auf Nächstenliebe gelegt.
- Also konnte man die Witwen aus der griechischen Volksgruppe nicht einfach vergessen und nur die eigenen hebräischen, jüdischen Witwen ausreichend versorgen.
- Im Übrigen steht im Text, dass die Griechen die Benachteiligung nur annahmen, vermuteten – das Streichholz am Pulverfass.
- Aber oft genügt eben eine Vermutung, um ein großes Ding loszutreten.

- Stell dir vor, die CMS-Mitarbeiter essen dann hinterm Zelt, beim Grill alle saftige Steaks und du bekommst nur die trockenen, ledrigen Dinger, die gestern Abend übrig geblieben sind. Das gäbe auch Ärger und zwar zu Recht.

- Mit diesem Versorgungsproblem kommen die Leute nun zu den Aposteln.
- Und die kommen an ihre Grenzen.

- Die schaffen es nicht, sich um das Organisatorische und Geistliche zu kümmern. Sie wissen, wenn sie weiterhin alles selbst in der Hand halten, dann kommen beten und predigen zu kurz.
- Neue Mitarbeiter werden gesucht.

- Wow! Was für ein Potenzial steckt in neuen Mitarbeitern?! Was hat sich schon verändert, weil neue ehrenamtliche Mitarbeiter zum CMS gekommen sind?

- Wisst ihr noch wie es einmal angefangen hat? Wer war 1991 beim ersten Mogo in Bautzen mit dabei? Es können sich maximal 40 Leute melden.

- Da gab es am Anfang 3 Leute.
- Wir wollten einen Motorradfahrergottesdienst in Bautzen veranstalten.
- Danach gab es einen Mogo im Frühjahr und einen im Herbst
und wir sind im Sommer auf einer Tour unterwegs gewesen.

Jetzt und Heute:
- Wir arbeiten in verschiedenen Arbeitsgruppen.
Logistik für Rabenstein
Öffentlickeitsarbeit/Klamotten
Bikerpost Redaktionsteam
Gebetsteam
Das Team für Arbeit mit Kindern
Büchertisch
Freizeiten/Touren
Kontaktgruppe MC`s    
BBK´s
Wintermogos

- Die Mitarbeiter arbeiten Gaben-orientiert. Jeder sucht sich selbst aus wo er mitarbeiten will.
- Entscheidend ist nicht zuerst der Bedarf in einer Gruppe, sondern welche Begabung dir Gott mit auf den Weg gegeben hat.

- Am Anfang hat sich alles in einer Hand konzentriert. Inzwischen gibt es Arbeitsgruppen, die arbeiten absolut selbstständig und dass genauso gut und besser als zuvor.

- Trotz dieser guten Mitarbeiterteam, geraten wir immer  noch und immer wieder an Grenzen. Immer wieder gibt es Anfragen für Gottesdienste, die wir halten sollen, aber Simon und ich, wir sind zu wenige, eben nur zwei, um die Nachfrage immer erfüllen zu können.

- Wir suchen Mitarbeiter. Ehrenamtliche, die sich auf den CMS einlassen.
- Wir brauchen Leute, die mit anpacken, dabei verlässlich sind, die wissen warum sie die Arbeit machen wollen.

- Wir brauchen aber vor allem als nächstes Leute
die bereit sind inhaltlich zu arbeiten,
die selbst Menschen von Jesus erzählen wollen,
die eine Predigt halten, wollen und vielleicht auch schon halten können.
die die BBK´s inhaltlich unterstützen und
die bereit sind sich von Simon und von mir dabei schulen und an die Hand nehmen zu lassen, bis sie selbst gehen können.
Die einen guten Ruf haben.

- Die Apostel in unserem Bericht geben zunächst nur das Organisatorische, die Mahlzeiten aus der Hand.

- Sieben Mitarbeiter werden ausgewählt. Dabei gab es strenge Kriterien, es ging nicht nach Besitz, Aussehen oder Connections, sondern wer vom Heiligen Geist erfüllt war, Weisheit besaß und einen guten Ruf hatte, kam in Frage.

- D.h.: Mitarbeiter konnte nur werden, wer schon ganz gar zu Jesus gehörte und wer nicht nur klug war, sondern Weisheit besaß.
- Weisheit ist Klugheit, Wissen, dass sich im Alltag bewährt.

- Es gibt nicht wenige absolut fitte Theoretiker, aber die sind scheinbar für das Leben nicht geschaffen. Die brauchen zum Einparken vor dem Supermarkt einen halben Vormittag.
- Die kennen zwar den Fahrplan der Deutschen Bahn auswendig, bekommen aber auf dem Bahnsteig die Zugtür nicht auf...

- Wer bei CMS Mitarbeiter werden will, sollte sich bei einem der Mitarbeiter melden, am einfachsten bei Simon oder bei mir.
- Dann beginnt dein Probejahr. Nach dem Jahr kannst du sagen: Ja, ich will oder auch sagen: Nee, das habe ich mir ganz anders vorgestellt.
- Aber auch der vorhandene Mitarbeiterkreis kann sagen: Ja oder nee, das haben wir uns ganz anders vorgestellt.
- In dieser Zeit, hast du die gleichen Rechte und Pflichten und logisch: Du musst Mitglied bei CMS sein.

- Nach dem Jahr darfst du dann auf deiner Kutte den Mitarbeiteraufnäher tragen.
- Die damals Ausgewählten werden der Gemeinde vorgestellt.
- Vermutlich weniger deshalb, weil das alles unbekannte Männer gewesen sind, sondern um der Gemeinde noch einmal die Möglichkeit zu geben Einspruch zu erheben.

- Doch die Sache geht in diesem Fall durch. Die Männer werden akzeptiert und sie werden eingesegnet.
- Auch das machen wir von Zeit zu Zeit. Erst dieses Jahr zu Pfingsten, haben wir gemeinsam alle Mitarbeiterteams eingesegnet.

- Das bedeutet: Wir legen den Männern und Frauen aus dem Team die Hände auf den Kopf, ein einfaches Zeichen der Zuwendung. Nicht unserer eigenen Zuwendung, sondern der Zuwendung Gottes.
- Dabei sprechen wir Gebete, Wünsche für die Leute – also was wir meinen für sie zu wünschen – so ähnlich wie bei der Beglückwünschung zum Geburtstag.
- Tja, klingt geheimnisvoll, ist aber kurz und schmerzlos – aber doch geheimnisvoll, weil so mancher fühlt wie ihm/ihr das gut tut.

- Und es spricht den Mitarbeitern zu, dass sie im Auftrag Gottes ihre Aufgaben anpacken.  

- Was ist das Ende vom Lied? Wie endet der Bericht aus der Bibel?
- Vielleicht erinnerst du dich noch?

- Er endet, wie er begonnen hat, nämlich mit dem Bericht, dass viele neue Leute zu der Gemeinde dazu gekommen sind.

- Wir, CMS, - wir machen weiter. Warum? Bekommen wir nicht genug?
- Die Antwort: 1. Timotheus 2,4:

Denn er will, dass alle Menschen gerettet werden und seine Wahrheit erkennen.

- Und wir wollen das auch. Wenn du das auch willst, dann sprich uns an, auch wenn wir manchmal ziemlich beschäftigt aussehen.

- Denn du hast Jesus gerade noch gefehlt.
- Du hast uns, in unserer Arbeit gerade noch gefehlt.

AMEN!