Rabenstein Frühjahr 2013

Bibeltext: Mt. 6, (5-6) 7-13-(14-15).

Entschuldige, wenn ich dich heute gleich zu Beginn der Predigt etwas überfahre!
Wie sieht es bei dir mit Beten aus?

Was für eine Frage? Vielleicht denkst du der Dicke da vorn ist doch total weltfremd, der spinnt doch. Auf dem Treffen der Bikerunion solch eine Frage?
Sehen wir aus, als ob wir beten?

Wenn ich mir euch so anschaue, dann würde ich die letzte Frage ganz  klar mit „Ja“ beantworten. Ihr seht so aus als ob ihr betet.

Die Fragen sind vielleicht andere. Nämlich weißt du überhaupt, dass du betest? Und wen betest du an?
Es gibt Leute die freuen sich, wenn sie mich sehen. Es gibt unter den Begrüßungsritualen schon sehr besondere.

Dass wir Biker uns etwas anders die Hand geben, als Herr „X“ und Frau „Y“ ist hier allen klar.

Aber es ist schon etwas anders, wenn ich Gregorij vom MC-   Strafbatalion aus St. Petersburg begrüße.
Dabei springen wir uns eher an als, dass wir unsere rechten Schultern aneinander drücken und dabei laut und vernehmlich wie Schweine grunzen.
Das macht sich besonders gut beim Empfang des deutschen Konsuls, wie im Sommer 2012 geschehen.

Andere Begrüßungen sehen so aus, dass mir jemand begegnet und laut ausruft: „Oh, mein Gott!“
Darauf antworte ich regelmäßig: „Das ist zuviel der Ehre. Es genügt, wenn Du Roberto zu mir sagst!“

Was hast das mit der Anfangsfrage zu tun? - Ob du betest?

Beten bedeutet für mich einfach mit Gott reden.
Stell dir vor: Da ist einer, der wartet nur darauf, dass du ihn ansprichst.
Ich stelle mir vor, wie Gott fast aufgeschreckt zuhört, wenn da plötzlich einer spricht: „Oh, mein Gott!“  oder „Oh, je“ – heißt nämlich „Oh, Jesus!“ oder flucht a la „Gott verdamm mich!“
Vielleicht hast du entdeckt, dass du schon gebetet hast, obwohl du das gar nicht wolltest.
Worte erst einmal gesagt, sind wie Vögel, du kannst sie nicht wieder einfangen.

Nun wissen wir alle, dass man verschiedene Götter anbeten kann. Schließlich stehen auf dem Feld der Religionen genügend Pflanzen.

Du kannst selbst den Gegenspieler Gottes anbeten.
Aber ich stehe heute nicht hier als Philosoph, sondern als Freund von Jesus, als einer der Motorradfahrern vom Gott der Bibel, von Jesus Christus und dem Heiligen Geist erzählen soll und will.

Deshalb wirst du von mir nun keine religionsphilosophischen Abhandlungen hören, sondern ich lade dich ein, den Gott der Bibel anzubeten.

Mir geht es überhaupt nicht um Religion, denn Marx hatte 1844 Recht als er schrieb: „Religion ist Opium für das Volk!“ Ganz sicher meinte er es aber gaaaaaanz anders als ich.

Religion ist die Suche des Menschen nach Gott. Doch in der Bibel lesen wir, dass es eben nicht um Religion geht. Gott macht sich auf die Suche nach uns Menschen. Cool – oder?!

Religion meint die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Ursache und Wirkung bei der Ausübung eines Glaubens.

D.h. ich halte mich streng an die Gebote oder ich bete ganz regelmäßig das Vaterunser oder den Rosenkranz und erwarte deshalb eine Art Belohnung von Gott.
Schlimmsten Falls ist mein Herz, meine Seele, mein Innerstes überhaupt nicht beteiligt, sondern es sind Gewohnheiten, die ich genau so tue wie Zähneputzen und aufs Klogehen.

Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Das steht so in der Bibel, Jesus hat es gesagt.
Vielleicht hast du es noch im Ohr? Plappert nicht vor euch hin, wenn ihr betet, wie es die Menschen tun, die Gott nicht kennen. Sie glauben, dass ihre Gebete erhört werden, wenn sie die Worte nur oft genug wiederholen.

Diese Art von Religion ist Opium für jedermann. Sie vernebelt den Blick für die Realitäten.

Ich lade dich ein, frei von Religion in einer ehrlichen Beziehung zu Gott zu leben. Du musst dich nicht zuerst verändern, um zu ihm gehören zu können. Jesus begegnete Menschen vorbehaltlos. Zu ihm gehörten, Handwerker, Beamte, Prostituierte. Menschen die mit beiden Beinen im Leben standen und gescheiterte Existenzen.

Jesus, der Sohn Gottes hat ein Ende gemacht mit der Kakophonie (Missklang) zwischen den gescheiterten Versuchen Gott zu gefallen und den Anspruch Gottes an uns Menschen.

Jesus spielt den „Schwamm-drüber-Blues“. Mit einen Schwamm spachtelt er die aufgerissenen Fugen zwischen Gott und dir zu.

Hast du schon mal selbst gefliest? Fliesen gelegt?
Du klebst die Fliesen an die Wand, anschließend nimmst du Fugenmasse, rührst sie an und füllst am besten mit einem mittelfesten Schwamm diese Masse in die Fugen. Die Verbindung zwischen den beiden Fliesen ist hergestellt.

Jesus ist die Fugenmasse zwischen dir und Gott. Er stirbt an einem Kreuz nicht weil es schief gegangen ist, sondern weil daraus deine Chance für eine Beziehung zu Gott entsteht.
Weil das sein „Schwamm-drüber-Blues“ ist.

Wir sind weit weg vom Thema oder?

Nein, wir sind voll dabei. Denn beim Beten geht es darum mit jemanden zu reden, der dir etwas bedeutet, zu dem du eine Beziehung hast.
Jesus will die Beziehung zu dir unbedingt.

Beten ohne an Jesus zu glauben, macht für mich keinen Sinn.
Genauso gut kannst du dein Bike vollquatschen, dass es doch bitte etwas schneller fahren soll, weil die Polinalkrimizei hinter dir her ist.
Aber wenn die 76 PS deines Bikes nicht mehr hergeben, ist da eben einfach Schluss.

Hast du eine Beziehung zu Jesus? Ich hab eine seit 1981. Es war die wichtigste und die beste und zurzeit die beständigste Entscheidung meines Lebens.

Weil ich in dieser Beziehung, in dieser freiwillig gewählten Abhängigkeit zu Gott lebe, macht es Sinn zu beten.

Wie soll man den nun am besten beten?

Du sollst nicht mit Vorliebe in der Öffentlichkeit beten.
Nun so ein Bikergottesdienst ist auch öffentlich, aber er ist nicht in der Öffentlichkeit im Sinne von einfach mal so laut, an den Ecken und auf den Straßen.

Warum eigentlich? Weil beten eine meist persönliche Sache ist. Es ist wie ein persönliches Gespräch unter Freunden. Es gibt Dinge die gehen nur dich und Gott etwas an und nicht deine Kumpels.

Du sollst in deiner Kammer beten.
Diese Kammer ist nicht beschränkt auf einen Raum. Du kannst genauso gut, an deinem Lieblingsplatz, den du mit dem Bike ansteuerst, wenn du mal für dich sein musst, sein. Dort ist dann die Zeit Gott die Dinge zu erzählen, die dir auf dem Herzen liegen.

Du sollst nicht beten, plappern weil du religiös bist, sondern weil du eine persönliche Bitte hast, weil du Gott für etwas danken willst oder weil dir plötzlich klar wird, wie groß Gott eigentlich ist, wenn du durch seine Schöpfung fährst.

Gott weiß was wir brauchen, so heißt es wörtlich und sinngemäß zweimal im Text.

Damit kommt die berechtigte Frage auf: Warum dann überhaupt beten?

1. Jede Beziehung braucht Pflege. Wichtiger als Blumen, Geschenke und Opfer ist es miteinander zu reden. Das ist in der Beziehung zu deinen Kumpels so, das ist mit deinem Partner so und auch in der Beziehung zu Gott ist das nicht anders.

2. Beten schütz davor alles im Leben als selbstverständlich hinzunehmen. Wir fahren mit dem CMS (Christliche Mot…) zweimal pro Jahr nach Rumänien. Menschen opfern ihre Freizeit um bei einem Hilfstransport dabei zu sein.
Ich selbst war sicher schon 50-mal dabei.
Wir helfen einem Kinderheim in Jdioara,
einer Feuerwehr in Lugoj, die keine Ausrüstung hat.
Wir versorgen ein Krankenhaus in Faget mit medizinischen Geräten, die sie sich sonst nie kaufen könnten.
Wir bringen in Dörfer Kleidung, Schuhe und Fahrräder, weil es an allem mangelt.
25 der ärmsten Familie bekommen von uns ein Lebensmittelpaket als Zeichen der Hoffnung.
Wir bauen pro Jahr einen Kinderspielplatz für eine soziale Einrichtung.

Am Ende einer jeder solchen Tour stehen besonders die vor mir, die das Erste Mal dabei waren und erzählen mit bewegenden Worten, dass sie nicht mehr für selbstverständlich halten, was sie in Deutschland als selbstverständlich angesehen haben.

Beten öffnet dir dafür schon eher den Blick. Nichts ist selbstverständlich. Dafür kann ich Danke sagen, ohne dass mir ein Zacken aus der Krone bricht.

Am Ende betet Jesus mit seinen Freunden das erste Mal das Vaterunser.

Es ist sozusagen ein Gerüst, der Grundstock für ein Gebet, wenn dir die eigenen Worte fehlen.
In ihm ist alles enthalten, was du beten solltest.
Wenn du aber in einer Beziehung mit Gott lebst, wirst du selbst entdecken, dass dir noch mehr Dinge, noch mehr spezielle Anliegen auf dem Herzen liegen und du wirst eigene Worte finden.

Und es gibt Situationen, in denen fehlen jedem dir richtigen Worte.
Als mein Vater vor 3 Jahren plötzlich im Garten unter unseren Händen starb, fiel mir auch nicht viel ein.
Wir haben uns um ihn herum ins Gras gesetzt und das Vaterunser gebetet.

Genug der Argumente. Ich denke, du weißt nun eine ganze Menge, vielleicht das Wichtigste über das Gebet.

Nun ist es an dir diese Beziehung zu Gott zu suchen. Wir helfen dir gern, wenn du Hilfe brauchst. Sprich uns einfach an.
Und wenn du vielleicht schon eine wie auch immer geartete Beziehung zu Gott hast, dann betest du das nächste Mal mit deinem Herzen und nicht nur mit deinem Mund.

Gott segne dich dabei!
Amen!

Mogo Predigt Rabenstein 1/2013 und Bikerunion Mogo

 

Text: Mt. 6, (5-6) 7-13-(14-15).

 

Bibeltext vor der Predigt lesen lassen!

5 Wenn ihr betet, seid nicht wie die Heuchler, die mit Vorliebe in aller Öffentlichkeit an den Straßenecken und in den Synagogen beten, wo jeder sie sehen kann. Ich versichere euch: Das ist der einzige Lohn, den sie jemals erhalten werden.

6 Wenn du betest, geh an einen Ort, wo du allein bist, schließ die Tür hinter dir und bete in der Stille zu deinem Vater. Dann wird dich dein Vater, der alle Geheimnisse kennt, belohnen.

7 Plappert nicht vor euch hin, wenn ihr betet, wie es die Menschen tun, die Gott nicht kennen. Sie glauben, dass ihre Gebete erhört werden, wenn sie die Worte nur oft genug wiederholen.

8 Seid nicht wie sie, denn euer Vater weiß genau, was ihr braucht, noch bevor ihr ihn darum bittet!

9 So sollt ihr beten: `Unser Vater im Himmel, dein Name werde geehrt.

10 Dein Reich komme bald. Dein Wille erfülle sich hier auf der Erde genauso wie im Himmel.

11 Schenk uns heute unser tägliches Brot1

12 und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben haben, die an uns schuldig geworden sind.

13 Lass nicht zu, dass wir der Versuchung nachgeben, sondern erlöse uns von dem Bösen2

14 Wenn ihr denen vergebt, die euch Böses angetan haben, wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben.

15 Wenn ihr euch aber weigert, anderen zu vergeben, wird euer Vater euch auch nicht vergeben.

 

(Eventuell noch kurz vorstellen, wenn es vorher nicht schon passiert ist!)

 

- Entschuldige, wenn ich dich heute gleich zu Beginn der Predigt etwas überfahre!

- Wie sieht es bei dir mit Beten aus?

 

- Was für eine Frage? Vielleicht denkst du der Dicke da vorn ist doch total weltfremd, der spinnt doch. Auf dem Treffen der Bikerunion solch eine Frage?

- Sehen wir aus, als ob wir beten?

 

- Wenn ich mir euch so anschaue, dann würde ich die letzte Frage ganz klar mit „Ja“ beantworten. Ihr seht so aus als ob ihr betet.

 

- Die Fragen sind vielleicht andere. Nämlich weißt du überhaupt, dass du betest? Und wen betest du an?

- Es gibt Leute die freuen sich, wenn sie mich sehen. Es gibt unter den Begrüßungsritualen schon sehr besondere.

 

- Dass wir Biker uns etwas anders die Hand geben, als Herr „X“ und Frau „Y“ ist hier allen klar.

 

- Aber es ist schon etwas anders, wenn ich Gregorij vom MC- Strafbatalion aus St. Petersburg begrüße.

- Dabei springen wir uns eher an als, dass wir unsere rechten Schultern aneinander drücken und dabei laut und vernehmlich wie Schweine grunzen.

- Das macht sich besonders gut beim Empfang des deutschen Konsuls, wie im Sommer 2012 geschehen.

 

- Andere Begrüßungen sehen so aus, dass mir jemand begegnet und laut ausruft: „Oh, mein Gott!“

- Darauf antworte ich regelmäßig: „Das ist zuviel der Ehre. Es genügt, wenn Du Roberto zu mir sagst!“

 

- Was hast das mit der Anfangsfrage zu tun? - Ob du betest?

 

- Beten bedeutet für mich einfach mit Gott reden.

- Stell dir vor: Da ist einer, der wartet nur darauf, dass du ihn ansprichst.

- Ich stelle mir vor, wie Gott fast aufgeschreckt zuhört, wenn da plötzlich einer spricht: „Oh, mein Gott!“ oder „Oh, je“ – heißt nämlich „Oh, Jesus!“ oder flucht a la „Gott verdamm mich!“

- Vielleicht hast du entdeckt, dass du schon gebetet hast, obwohl du das gar nicht wolltest.

- Worte erst einmal gesagt, sind wie Vögel, du kannst sie nicht wieder einfangen.

 

- Nun wissen wir alle, dass man verschiedene Götter anbeten kann. Schließlich stehen auf dem Feld der Religionen genügend Pflanzen.

 

- Du kannst selbst den Gegenspieler Gottes anbeten.

- Aber ich stehe heute nicht hier als Philosoph, sondern als Freund von Jesus, als einer der Motorradfahrern vom Gott der Bibel, von Jesus Christus und dem Heiligen Geist erzählen soll und will.

 

- Deshalb wirst du von mir nun keine religionsphilosophischen Abhandlungen hören, sondern ich lade dich ein, den Gott der Bibel anzubeten.

 

- Mir geht es überhaupt nicht um Religion, denn Marx hatte 1844 Recht als er schrieb: „Religion ist Opium für das Volk!“ Ganz sicher meinte er es aber gaaaaaanz anders als ich.

 

- Religion ist die Suche des Menschen nach Gott. Doch in der Bibel lesen wir, dass es eben nicht um Religion geht. Gott macht sich auf die Suche nach uns Menschen. Cool – oder?!

 

- Religion meint die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Ursache und Wirkung bei der Ausübung eines Glaubens.

 

- D.h. ich halte mich streng an die Gebote oder ich bete ganz regelmäßig das Vaterunser oder den Rosenkranz und erwarte deshalb eine Art Belohnung von Gott.

- Schlimmsten Falls ist mein Herz, meine Seele, mein Innerstes überhaupt nicht beteiligt, sondern es sind Gewohnheiten, die ich genau so tue wie Zähneputzen und aufs Klogehen.

 

- Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Das steht so in der Bibel, Jesus hat es gesagt.

- Vielleicht hast du es noch im Ohr? Plappert nicht vor euch hin, wenn ihr betet, wie es die Menschen tun, die Gott nicht kennen. Sie glauben, dass ihre Gebete erhört werden, wenn sie die Worte nur oft genug wiederholen.

 

- Diese Art von Religion ist Opium für jedermann. Sie vernebelt den Blick für die Realitäten.

 

- Ich lade dich ein, frei von Religion in einer ehrlichen Beziehung zu Gott zu leben. Du musst dich nicht zuerst verändern, um zu ihm gehören zu können. Jesus begegnete Menschen vorbehaltlos. Zu ihm gehörten, Handwerker, Beamte, Prostituierte. Menschen die mit beiden Beinen im Leben standen und gescheiterte Existenzen.

 

- Jesus, der Sohn Gottes hat ein Ende gemacht mit der Kakophonie (Missklang) zwischen den gescheiterten Versuchen Gott zu gefallen und den Anspruch Gottes an uns Menschen.

 

- Jesus spielt den „Schwamm-drüber-Blues“. Mit einen Schwamm spachtelt er die aufgerissenen Fugen zwischen Gott und dir zu.

 

- Hast du schon mal selbst gefliest? Fliesen gelegt?

- Du klebst die Fliesen an die Wand, anschließend nimmst du Fugenmasse, rührst sie an und füllst am besten mit einem mittelfesten Schwamm diese Masse in die Fugen. Die Verbindung zwischen den beiden Fliesen ist hergestellt.

 

- Jesus ist die Fugenmasse zwischen dir und Gott. Er stirbt an einem Kreuz nicht weil es schief gegangen ist, sondern weil daraus deine Chance für eine Beziehung zu Gott entsteht.

- Weil das sein „Schwamm-drüber-Blues“ ist.

 

- Wir sind weit weg vom Thema oder?

 

- Nein, wir sind voll dabei. Denn beim Beten geht es darum mit jemanden zu reden, der dir etwas bedeutet, zu dem du eine Beziehung hast.

- Jesus will die Beziehung zu dir unbedingt.

 

- Beten ohne an Jesus zu glauben, macht für mich keinen Sinn.

- Genauso gut kannst du dein Bike vollquatschen, dass es doch bitte etwas schneller fahren soll, weil die Polinalkrimizei hinter dir her ist.

- Aber wenn die 76 PS deines Bikes nicht mehr hergeben, ist da eben einfach Schluss.

 

- Hast du eine Beziehung zu Jesus? Ich hab eine seit 1981. Es war die wichtigste und die beste und zurzeit die beständigste Entscheidung meines Lebens.

 

- Weil ich in dieser Beziehung, in dieser freiwillig gewählten Abhängigkeit zu Gott lebe, macht es Sinn zu beten.

 

- Wie soll man den nun am besten beten?

 

- Du sollst nicht mit Vorliebe in der Öffentlichkeit beten.

- Nun so ein Bikergottesdienst ist auch öffentlich, aber er ist nicht in der Öffentlichkeit im Sinne von einfach mal so laut, an den Ecken und auf den Straßen.

 

- Warum eigentlich? Weil beten eine meist persönliche Sache ist. Es ist wie ein persönliches Gespräch unter Freunden. Es gibt Dinge die gehen nur dich und Gott etwas an und nicht deine Kumpels.

 

- Du sollst in deiner Kammer beten.

- Diese Kammer ist nicht beschränkt auf einen Raum. Du kannst genauso gut, an deinem Lieblingsplatz, den du mit dem Bike ansteuerst, wenn du mal für dich sein musst, sein.

- Dort ist dann die Zeit Gott die Dinge zu erzählen, die dir auf dem Herzen liegen.

 

- Du sollst nicht beten, plappern weil du religiös bist,

- sondern weil du eine persönliche Bitte hast, weil du Gott für etwas danken willst oder weil dir plötzlich klar wird, wie groß Gott eigentlich ist, wenn du durch seine Schöpfung fährst.

 

- Gott weiß was wir brauchen, so heißt es wörtlich und sinngemäß zweimal im Text.

 

- Damit kommt die berechtigte Frage auf: Warum dann überhaupt beten?

 

- 1. Jede Beziehung braucht Pflege. Wichtiger als Blumen, Geschenke und Opfer ist es miteinander zu reden. Das ist in der Beziehung zu deinen Kumpels so, das ist mit deinem Partner so und auch in der Beziehung zu Gott ist das nicht anders.

 

- 2. Beten schütz davor alles im Leben als selbstverständlich hinzunehmen. Wir fahren mit dem CMS (Christliche Mot…) zweimal pro Jahr nach Rumänien. Menschen opfern ihre Freizeit um bei einem Hilfstransport dabei zu sein.

- Ich selbst war sicher schon 50-mal dabei.

- Wir helfen einem Kinderheim in Jdioara,

- einer Feuerwehr in Lugoj, die keine Ausrüstung hat.

- Wir versorgen ein Krankenhaus in Faget mit medizinischen Geräten, die sie sich sonst nie kaufen könnten.

- Wir bringen in Dörfer Kleidung, Schuhe und Fahrräder, weil es an allem mangelt.

- 25 der ärmsten Familie bekommen von uns ein Lebensmittelpaket als Zeichen der Hoffnung.

- Wir bauen pro Jahr einen Kinderspielplatz für eine soziale Einrichtung.

 

- Am Ende einer jeder solchen Tour stehen besonders die vor mir, die das Erste Mal dabei waren und erzählen mit bewegenden Worten, dass sie nicht mehr für selbstverständlich halten, was sie in Deutschland als selbstverständlich angesehen haben.

 

- Beten öffnet dir dafür schon eher den Blick. Nichts ist selbstverständlich. Dafür kann ich Danke sagen, ohne dass mir ein Zacken aus der Krone bricht.

 

- Am Ende betet Jesus mit seinen Freunden das erste Mal das Vaterunser.

 

- Es ist sozusagen ein Gerüst, der Grundstock für ein Gebet, wenn dir die eigenen Worte fehlen.

- In ihm ist alles enthalten, was du beten solltest.

- Wenn du aber in einer Beziehung mit Gott lebst, wirst du selbst entdecken, dass dir noch mehr Dinge, noch mehr spezielle Anliegen auf dem Herzen liegen und du wirst eigene Worte finden.

 

- Und es gibt Situationen, in denen fehlen jedem dir richtigen Worte.

- Als mein Vater vor 3 Jahren plötzlich im Garten unter unseren Händen starb, fiel mir auch nicht viel ein.

- Wir haben uns um ihn herum ins Gras gesetzt und das Vaterunser gebetet.

 

- Genug der Argumente. Ich denke, du weißt nun eine ganze Menge, vielleicht das Wichtigste über das Gebet.

 

- Nun ist es an dir diese Beziehung zu Gott zu suchen. Wir helfen dir gern, wenn du Hilfe brauchst. Sprich uns einfach an.

- Und wenn du vielleicht schon eine wie auch immer geartete Beziehung zu Gott hast, dann betest du das nächste Mal mit deinem Herzen und nicht nur mit deinem Mund.

 

- Gott segne dich dabei! Amen!