Winter-Mogo-Predigt 08.12.2019

Wintermogopredigt 08.12.2019

Thema: PPP:Adventskalender
-Advent. Super! Schön! Nie ist es zu Hause gemütlicher, als in diesen Tagen.

- Schade nur, dass man sich oft die Zeit selbst zubaut, weil jeder irgendwie besonders feierlich, seine Freunde, Mitarbeiter und Familie um sich haben will, um mit ihnen Advent zu feiern.
- Aber nahezu jeder der zu solch einer Feier einlädt, lädt ein, weil er den anderen etwas Gutes tun will. Nicht selten ist es der Moment für ein Dankeschön.
- So feiern die CMS-Mitarbeiter, die Feuerwehr, der Sportverein, die Gemeinde, die Gemeinschaft und die Firma Weihnachten in der Adventszeit.

Advent – das bedeutet: Ankunft (des Herrn). Man lebt in Erwartung.
- Dabei ist unsere Erwartung doch eher eine bescheidene Erwartung.
- Wir erwarten nicht, dass Jesus mit Pauken und Trompeten mitten auf den Weihnachtsmarkt herniederfährt, für alle sichtbar, seine Leute mit einem Raumtaxi abholt oder es sonst irgendwie geschieht, dass Jesus wiederkommt.

- Unsere Erwartungen sind eher bescheiden.
- Wir warten zunächst auf den Tag, an dem wir die Weihnachtssachen vom Oberboden holen können, jedenfalls bei Erzgebirglern ist das so.
- Wir warten danach auf den Nicko Claus, Nickolaus.
- Wir warten auf den Weihnachtsmarkt mit seinen verführerischen Düften und der ganz besonderen Stimmung, die Weihnachtsmärkten nun mal anhaftet.
- Wir warten auf den Weihnachtsmann.
- Wir warten auf vorzügliches Festessen und dann warten die Ersten auch schon wieder darauf, dass Hochneujahr kommt und man das ganze Zeug wieder wegräumen kann. Wobei es ja bis Lichtmess stehen bleiben sollte.

- Das sollen bescheidene Erwartungen sein?
- Das ist doch eine ganze Menge.
- Nie ist das Zusammenleben in einem Haushalt so schwierig wie in diesen Tagen.
- Erwartet doch jeder irgendwie eine besonders friedliche Stimmung, die sich aber manchmal nicht einstellen will.

- Dennoch es ist bescheiden im Vergleich, worauf Generationen von Christen vor uns gewartet haben. Sie haben erwartet:

PPP: Jesus kommt wieder..,

- und Jesus beschreibt es selbst so...

PPP: 25 An Sonne, Mond und Sternen werden Zeichen erscheinen. Und auf der Erde werden die Völker in Aufruhr und Entsetzen sein, den wilden Wellen der Meere hilflos ausgeliefert.
26 Viele Menschen werden den Mut verlieren, wenn sie diese Schrecken über die Erde hereinbrechen sehen, denn selbst die Kräfte des Himmels werden aus dem Gleichgewicht geraten.
27 Und dann werden alle den Menschensohn mit Macht und großer Herrlichkeit in den Wolken des Himmels kommen sehen.
28 Wenn all das anfängt, dann richtet euch auf und hebt den Blick, denn eure Erlösung ist ganz nahe!«
29 Und er gab ihnen folgenden Vergleich: »Seht euch einen Feigenbaum oder einen anderen Baum an.
30 Wenn die Blätter sprießen, wisst ihr, dass der Sommer kommt. 31 Genauso könnt ihr, wenn ihr all dies geschehen seht, sicher sein, dass das Reich Gottes nahe ist.
32 Ich versichere euch: Diese Generation wird nicht von der Erde verschwinden, bis alle diese Ereignisse eingetreten sind.
33 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden für immer bleiben.

- Ach so, darum geht es im Advent also.

- Wenn man den Text liest, dann passt das aber gar nicht mit unseren Formen des Feierns zusammen.
- Tatsächlich war die Adventszeit eine Fastenzeit.
- Man fastete um einmal alles Unnötige los zu werden, dabei ging es den allerwenigsten um die Pfunde in der Hüftgegend, sondern es ging um gedanklichen Müll, der sich immer wieder ansammelt,
- Es ging um die Klärung der Beziehung zu Gott.

- Dem steht unsere Adventszeit eigentlich total entgegen.
- Jesus hat diese Fastenzeiten nicht befohlen. Es sind menschliche Versuche, wichtige Dinge neu und besser in den Focus zu nehmen.
- Tatsächliche täte es vielen von uns gut. Die Fastenzeit als solche zu nutzen.

- Wenn es so kommt, wie Jesus es beschreibt, dann ist es sicher besser gut vorbereitet zu sein, als sich mit Magenschmerzen auf dem Sofa zu wälzen.

- Wie ist es euch ergangen beim Hören und Lesen des Textes

- Als erstes schoss mir durch den Kopf: Das klingt doch ganz nach dem was wir sehen und erleben.

- noch einmal lesen: 25 An Sonne, Mond und Sternen werden Zeichen erscheinen. Und auf der Erde werden die Völker in Aufruhr und Entsetzen sein, den wilden Wellen der Meere hilflos ausgeliefert.
26 Viele Menschen werden den Mut verlieren, wenn sie diese Schrecken über die Erde hereinbrechen sehen, denn selbst die Kräfte des Himmels werden aus dem Gleichgewicht geraten.

- „An Sonne, Mond und Sterne werden Zeichen erscheinen.“
- Kann man das schon beobachten? Ich bin darin nicht firm, habe keine Ahnung von solchen Sachen.
- Sind damit Mond und Sonnenfinsternisse gemeint?
- Die laufen aber doch nach Gesetzmäßigkeiten ab. Wissenschaftler berechnen diese auf Minuten genau.

- Im nächste totale Sonnenfinsternis werden nur unsere Kinder erleben. Sie ist für das Jahr 2081 vorhergesagt.
- In 43 Tagen, am 10. Januar 2020 ist es wieder so weit: Wir haben die Chance, die nächste Halbschattenmondfinsternis in Deutschland zu bestaunen – ein seltenes und wunderschönes Spektakel.
Mondfinsternis
- „Die Menschen, die Völker werden in Aufruhr und Unruhe sein…„ sagt Jesus weiter.
- Schaue ich in die Nachrichten, dann kann man genau das sehen. Ich kann mich nicht erinnern, dass es in den 52 Jahren meiner Lebenszeit schon einmal so chaotisch durcheinander gegangen ist, wie in den dieser Zeit.
- Wir leben zwar in Europa, Nordamerika in einem Frieden, bei dem die Waffen schweigen, aber ansonsten hat man den Eindruck gibt es einen im wahrsten Sinne des Wortes unbeschreiblichen Unfrieden unter den Menschen dieser Erde.

- Gerade als ich diese Zeilen schreibe, bekomme ich eine Nachricht über Whatsapp. Darin stand: Betet für Israel. Israel wird seit einer Stunde beschossen.
- Ich unterbreche meine Vorbereitung und schaue Nachrichten. Die Meldung lautet: Massiver Beschuss aus dem Gazastreifen.
- Für uns Horror, für niemanden ein Spaß, aber für Israelis eher so etwas wie ein Feuerwerk. Sie leben damit seit der erneuten Staatsgründung am 14. Mai 1948.
- Dennoch, was wird daraus werden?

- „Die Völker werden den wilden Wellen des Meeres ausgesetzt sein.“
- Ist das die Umschreibung für das was wir Klimaerwärmung nennen?
- Können wir dem etwas entgegensetzen, wenn das nach Gottes Plan so kommen wird?
- Ich gebe darauf keine Antwort, aber die Frage geht mir durch den Kopf.
- Ist die Klimaerwärmung solch ein Zeichen, das Jesus beschreibt?

- „Viele Menschen werden den Mut verlieren, wenn diese Schrecken über sie hereinbrechen...denn selbst die Kräfte des Himmels werden aus dem Gleichgewicht sein.“

- Nie zuvor ging es so vielen Menschen so gut wie heute.
- Nahrung, medizinische Versorgung, Bequemlichkeit, Luxus, Freiheit – man könnte die Aufzählung noch weiter führen.

- Aber zugleich waren Menschen wahrscheinlich nie so mutlos wie heute.
- Depression ist zu einer Volkskrankheit geworden.
- Mutlosigkeit in Anbetracht einer Welt im Aufruhr – politisch wie wirtschaftlich – das kann man schon verstehen.

- So weit meine Gedanken während der Vorbereitung der Predigt.
- Zeitgleich kamen aber auch Gedanken wie dieser:

PPP: Haben nicht die Menschen zu allen Zeiten das Gefühl gehabt, dass die Welt gleich untergehen müsste?

- Darauf ein „Ja“. Tatsächlich kann man das in den Geschichtsbüchern nachlesen, dass man zu allen Zeiten glaubte: Morgen geht die Welt unter. Jesus kommt wieder.

- Ein paar Beispiele seien genannt.

PPP:   Schrecken
- Die Jahrtausendwende 999/1000
- Der burgundische Mönch Rodulfus Glaber berichtete von verstörten Christen im Jahr 999, die blutrote Kometen am Himmel und Heere von Teufeln erspähten
- Man glaubte, dass es kein neues Jahrtausend geben werde.

- Die Zeit der Reformation und des 30-jährigen Krieges waren ebenfalls solche Zeiten.
- Es gab fromme Kreise die in der Naherwartung des Weltendes alles verkauften und noch einmal die Sau raus liesen und lebten wie die Epikureer. Die Epikureer lebten übrigens schon 400 v. Chr. In Griechenland.

- Wie war das 1999/2000? Erinnert ihr euch noch? Auch da gab es die Erwartung des Unmittelbaren Weltuntergangs, weil das ein Indianerhäuptling der Inkas oder Mayas so gesagt haben soll.

- Was sagt Jesus dazu?
- Wie sollen wir mit solchen Erwartungen umgehen?
- Das Ende erwarten, aber doch nicht so ernst nehmen?
- Vom Weltuntergang wissen, aber sich nicht davon beeinflussen lassen?
- Weiß man die genaue Zeit der Wiederkunft Christi?

PPP: - Die Bibel sagt in Matthäus 24, 36: „Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.

- Wie sollen wir leben mit der Erwartung des Endes der Welt?
PPP: Jesu Rat an uns: Matthäus 24, 42:Darum wachet; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.

- Nicht überrascht zu werden von diesem großen Ereignis ist wichtig, deshalb sagt Jesus in

PPP: Lukas 21, 34-36: Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen und mit täglichen Sorgen und dieser Tag nicht plötzlich über euch komme wie ein Fallstrick; denn er wird über alle kommen, die auf der ganzen Erde wohnen. So seid allezeit wach und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn.

Wenn Jesus wiederkommen wird, warum zieht sich die zweite Wiederkunft Jesu so lange hinaus?

- Hat Jesus sich verrechnet? Wie meint er das mit dem Satz:

PPP: 32 Ich versichere euch: Diese Generation wird nicht von der Erde verschwinden, bis alle diese Ereignisse eingetreten sind.

- Die Bibel sagt aber auch:

PPP: Die Bibel sagt in 2. Petrus 3, 8-9: Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werden, sondern dass jedermann zur Buße finde.

- Das heißt für mich: Beschäftige dich nicht mit den Zeitpunkt. Beschäftige dich mit Gottes Ziel.
- Gott will noch Menschen retten.
- Es ist nicht unsere Aufgabe die Zeichen zu deuten, Mutmaßungen anzustellen, Menschen zu verunsichern, sondern zu beten ist unsere Aufgabe, zum Beispiel dafür das noch viele Menschen gerettet werden.

- Wir sollten uns dabei an den Spruch der Benediktiner halten:
PPP: Ora et labora
PPP: Bete und arbeite

- Unsere Arbeit ist es Motorradfahrern das Evangelium von Jesus zu bringen. Punkt aus. Nicht mehr, nichts anderes, nicht weniger.

- Kann man eigentlich die Wiederkunft Jesu verpassen?
PPP: 27 Und dann werden alle den Menschensohn mit Macht und großer Herrlichkeit in den Wolken des Himmels kommen sehen.
- Heißt es in unserem heutigen Text, so sagt Jesus es selbst.

- Nein, das kann man also nicht verpassen, denn alle werden den Menschensohn (ein Hoheitstitel für Jesus) kommen sehen.
- Nicht nur eine elitäre Gruppe, nicht nur die Christen, nicht nur auf einem Kontinent, in einem Land, er wird nicht weiblich sein und Zöpfe tragen, sondern jeder wird ihn auf den ersten Blick erkennen, auch die, die nicht an ihn geglaubt haben und glauben.

- Schauen wir uns die Natur an. Jesus nennt den Feigenbaum. Ich nenne euch die Bäume im allgemeinen.
- Wenn die Blätter bunt werden, wissen wir der Winter steht vor der Tür.
- Wenn die Stürme im Herbst kommen, wissen wir …
- Wenn die Krokusse blühen, wissen wir die Motorradsaison geht los.

- D.h.: Jeder von uns kann die Natur lesen. Jedenfalls die großen Überschriften sozusagen und richten uns danach.

- Wenn du die Weltgeschichte liest, dann richte dich auch danach. Sei bereit, dass Jesus von jetzt auf gleich wiederkommen könnte.

- Das klingt anstrengend.
- Ständig moralisch, ethisch einwandfrei…

- Nein, das ist es nicht, ist noch nicht mal möglich.
- Du kannst aber unter der Vergebung Gottes leben, du kannst umkehren und wie ein Küken unter den Flügeln der Glucke Schutz suchen, du kannst in einer Beziehung zu ihm leben.

- Damit steht den Leben nicht unter einen Generalverdacht, sondern unter einen Generalfreispruch.
- Kein Leben ängstlich pippernd auf einen richtenden Gott schauend, sondern mit freudiger Erwartung durchs Leben gehen, weil über dir nicht das Damoklesschwert hängt und jederzeit auf dich fallen könnte, sondern weil über die ein Zettel am Kreuz hängt, auf dem steht nur ein Wort:

PPP: Freispruch

- So kannst du jetzt Advent und Weihnachten feiern. Die anderen feiern die Ankunft ihres Gerichts. Das ist doch verrückt.
- Und du kannst der Wiederkunft Jesu gelassen entgegenschauen.

AMEN.